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Marmor, ein Wunder der Natur
Marmor, ein Wunder der Natur
Das Wort Marmor stammt aus dem antiken Griechenland. „Marmaron“ oder „marmaros“ stand und steht für den glänzenden, kristallinen Stein der Griechen. Die Engländer sagen „marble“, was so viel wie „glänzt wie“ bedeutet. Sie haben das Wort von den Franzosen übernommen, die Marmor „marbre“ nennen. Auf dem Balkan heißt er „mermer“ oder „mramor“. Sehr unterschiedliche Kulturen, sehr ähnliche Namen. Alle meinen denselben einzigartigen Naturstein mit glänzender Struktur, der für Feinheit und Luxus steht.
Marmor und seine Struktur
Marmor ist Kalkstein, der durch Metamorphose unter der Erdoberfläche entstanden ist. Hoher Druck und hohe Temperaturen gaben ihm seinen Glanz und sein einzigartiges Farbspektrum. Fachleute sagen sogar, Marmor stamme aus den ältesten Teilen der Erdkruste. Das ist wohl auch der Grund, warum er so widerstandsfähig gegen jede Witterung ist. Marmor beginnt als Kalkstein oder Dolomit und wird durch Druck und Hitze zu einem härteren, dichteren und farbigeren Stein.
Kleine Kristalle in seiner Struktur sorgen für die vielen Farben: Weiß, Grau, Schwarz, Rosa, Blau, Rot und sogar Grün. Genau diese Farben machen ihn weltweit so beliebt, denn er passt zu jedem Design und jedem Material. Seine Hauptbestandteile sind Calcit, Dolomitkristalle und Aragonit. Den Glanz bekommt Marmor durch das Polieren. Deshalb verbindet man ihn mit Luxus, Schönheit und Feinheit.
Die Geschichte des Marmors
Das prachtvolle Mausoleum Taj Mahal zählt zu den neuen sieben Weltwundern und gilt als „Juwel der islamischen Kunst“ und „meistbewundertes Meisterwerk des Welterbes“. Der Taj Mahal ist vollständig aus edlem Marmor erbaut, einem Stein, der seit über 2.000 Jahren verwendet wird. Das zeigt, wie widerstandsfähig und stabil Marmor ist, ebenso wie viele andere Kunst- und Bauwerke.
Bildhauer lieben Marmor wegen seiner „Wärme“ und seiner schönen milchigen Farbe. Michelangelo wählte für seine Skulpturen reinen weißen Marmor, weil er durchscheinend ist: Das Licht dringt etwa 1 cm unter die Oberfläche ein, bevor es reflektiert wird. Darum wirken seine Figuren so lebendig. In New York wurden für den Bau der Bibliothek 530.000 m³ Marmor verwendet. Die Beschäftigten mussten Schuhe mit flachen Sohlen tragen, damit sie den edlen Stein nicht zerkratzten. Architektonisch lässt sich Marmor unglaublich vielseitig bearbeiten. Das macht ihn ideal für Ihr Zuhause, nicht nur für Weltwunder.
Marmor im Trend
Das wachsende Umweltbewusstsein führt in eine neue ökologische Ära, zu der natürliche Materialien gehören, also auch Naturstein. Architekturtrends verlangen weltweit wie regional nach natürlichen Materialien. Marmor wird für Wand- und Bodenbeläge sowie für Stufen innen und außen verwendet. Mit Marmor verkleidete Säulen bringen Exklusivität in Ihre Räume. Traditionell nutzt man ihn für Boden- und Wandbeläge im Bad, denn Marmorplatten gibt es in vielen Formen und Formaten.
Egal, welche Marmorsorte Sie wählen: Ihr Zuhause bekommt eine eindrucksvolle, edle Note.
Keine Sorge wegen der Pflege: Marmor ist sehr pflegeleicht. Genau genommen braucht er kaum Pflege.
WUSSTEN SIE?
- Marmor wurde bei der Herstellung des iPhone 7 verwendet.
- Es gibt Firmen, die Brillenfassungen aus Marmor herstellen.
- Marmorpulver wird auch in der Pharmazie gegen Übersäuerung und als Kalziumquelle eingesetzt.
- Marmor ist hypoallergen und daher beliebt bei Allergikern und Familien mit kleinen Kindern.
- Auf der ganzen Welt gibt es keine zwei gleichen Marmorplatten. Genau das macht diesen Stein so einzigartig.